Kultur- und Kreativwirtschaft braucht Finanzierungsangebote

Otto: Wirtschaftliche Potenziale der Branche müssen besser erschlossen werden





Mit der Veranstaltung "Finanzierung: Instrumente & Vergabepraxis im Fokus der Kultur- und Kreativwirtschaft" hat die Bundesregierung heute in Frankfurt/Main Kapitalgeber, Kulturschaffende und Kreative gemeinsam an einen Tisch gebracht. Experten aus Banken, Wirtschaftsförderung und der Branche erörterten, wie die wirtschaftlichen Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft mit bestehenden oder neuen Finanzierungsinstrumenten und einer geänderten Vergabepraxis besser erschlossen werden können. Die Veranstaltung ist Teil der von der Bundesregierung gestarteten "Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft".

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto: "Eine verlässliche Finanzierung der Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft ist von entscheidender Bedeutung, um die erheblichen wirtschaftlichen Potenziale dieser Branche im Interesse beider Seiten besser nutzen. Da sehen wir noch Handlungsbedarf. Denn wir hören immer wieder, dass sich Banken mit der Kreditvergabe im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft nach wie vor schwer tun. Das liegt oft daran, dass Banken die Geschäftsideen der Kreativen nicht richtig einschätzen können und die Branche umgekehrt die Anforderungen potentieller Geldgeber nicht ausreichend kennt. Um so wichtiger ist es, dass wir die Beteiligten nun an einen Tisch bringen, um gemeinsam neue Strategien zu entwickeln."

Die erhebliche wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft zeigen folgende Zahlen: Der Branchenumsatz lag in Deutschland im Jahr 2008 bei 132 Mrd. Euro, die Bruttowertschöpfung bei 63 Mrd. Euro. Insgesamt zählt die Branche rund 238.000 Unternehmen und eine Million Beschäftigte, davon zwei Drittel Sozialversicherungspflichtige. Nach dem von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten "Kultur- und Kreativwirtschaft" liegt gerade bei den Gründern, Freiberuflern und selbständigen Unternehmern der Branche noch ein erhebliches Wachstumspotenzial. Die Zahlen für das Jahr 2009 werden am 7. Juli 2010 in Berlin öffentlich bekannt gegeben.



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