Gesundheitsamt wirbt für Inklusion

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am Samstag, 3. Dezember, wirbt das Gesundheitsamt dafür, die besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen, die Behinderte besitzen, stärker wertzuschätzen.





Laut Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Dieses Recht wird auch im Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung, der UN-Behindertenrechtskonvention aufgegriffen.

Mit ihr werden Standards für ein gleichberechtigtes Leben von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft gesetzt. Das Gesundheitsamt möchte die Bürger dafür gewinnen, diesen Weg des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung, der Inklusion, zu gehen.

“Jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, kann mit seinen besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen unser Zusammenleben bereichern. Wenn es uns gelingt, die Vielfalt der Menschen anzunehmen, zu fördern und zu nutzen, werden wir alle davon profitieren“, sagt Dr. Dr. Hans-Otto Tropp, Leiter des Gesundheitsamtes und Behinderten­beauftragter der Stadt Stuttgart.

Inklusion ist ein Konzept des menschlichen Zusammenlebens. Inklusion heißt, die Menschen mit Behinderungen mehr in den Mittelpunkt des alltäglichen Lebens zu rücken, aufeinander zuzugehen, Strukturen in Schulen, Arbeitsleben, Freizeit, in den Wohnquartieren anzupassen, Begegnungen zwischen Kulturen und Nationen zu erleichtern und zu leben. Nur dadurch können Teilhabe, Chancengleichheit und Vielfalt in der Gesellschaft verwirklicht werden.

Inklusives Denken und Handeln haben bereits Einzug in die verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche gehalten, sie sind die konsequente Weiterentwicklung dessen, was vor vielen Jahren mit der Bezeichnung Integration begonnen hat.

“Inklusion ist dann gelungen, wenn Menschen mit Behinderung mit ihren Fähigkeiten und Talenten selbstverständlich dazu gehören“, so Tropp. Damit führt das neue Verständnis von einer Inklusion zu einem langwierigen und fundamentalen Wandel im Denken und Handeln gesellschaftlicher Bereiche.

Da Teilhabe Maßnahmen braucht, stellt die Stadt Stuttgart Menschen mit Behinderungen eine ganze Reihe von Orientierungshilfen und Unterstützungsangeboten zur Verfügung. So wird zunehmend Barrierefreiheit hergestellt. Dies geschieht nicht nur durch leichte Zugänge im öffentlichen Nahverkehr, zu öffentlichen Räumen, sondern auch durch Erleichterungen für Blinde und Sehbehinderte sowie taube Menschen und durch einfache Verständigungsmöglichkeiten. Die Stadt Stuttgart strebt inklusive Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten an und fördert den Ausbau der gemeinsamen Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung.

Beim Gesundheitsamt, Bismarckstraße 3 in Stuttgart-West, bietet der Sozialdienst für Menschen mit chronischer Erkrankung oder Behinderung Beratung und Unterstützung an: E-Mail u530058@stuttgart.de, Telefon 216-7656. Der Behindertenbeauftragte ist per E-Mail gesundheitsamt@stuttgart.de erreichbar.

Die Beratung bei den genannten Stellen ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Auskünfte über mögliche Sozialleistungen für Menschen mit Behinderung erteilt auch der Bürgerservice Soziale Leistungen für behinderte Menschen in Einrichtungen beim
Sozialamt
Eberhardtstraße 33 in Stuttgart-Mitte
Telefon 216-2974
E-Mail eingliederungshilfe@stuttgart.de



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