Die Wirtschaftsförderung hat in Sorge um die Sicherheit der Teilnehmer und
nach reiflicher Überlegung und in Abstimmung mit dem eingeladenen
Referenten die von ihr initiierte Veranstaltung auf Anfang Juli verschoben.
Ich selbst habe alle meine Termine wahrgenommen und werde dies auch künftig
tun - trotz möglicher Störungen. Ich kann dies aber nicht uneingeschränkt
von meinen Mitarbeitern und erst recht nicht von unbeteiligten Partnern,
Referenten und Privatleuten erwarten. Wir haben als Stadt auch eine
Fürsorgepflicht.
Die demokratischen Spielregeln, die ein friedliches Zusammenleben
garantieren, müssen auch bei Stuttgart 21 eingehalten werden. Spielregeln
sind auch Stilregeln. Ich appelliere ausdrücklich an die Bürgerinnen und
Bürger, gleichgültig welchen Standpunkt sie zu dem Bahnprojekt Stuttgart 21
haben, die Diskussion sachlich und friedlich zu führen. Ich habe
Verständnis für die Sorgen und Ängste vor einem Großvorhaben und den damit
verbundenen Störungen und Belastungen. Dies rechtfertigt aber weder
Beleidigungen, noch Sachbeschädigungen, noch tätliche Angriffe.
Leider muss ich feststellen, dass Schreiben und Mails aggressiver werden,
persönliche Beleidigungen nicht nur gegenüber Herrn Drexler und mir,
sondern gerade auch gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunehmen.
Zudem erleben wir leider bei den verschiedensten Veranstaltungen immer
wieder Störungen, die eine Information und Diskussion mit den Gästen
erschweren. Dies erfüllt mich mit Sorge. Das gute und faire Miteinander in
unserer Stadt muss bewahrt werden.