Ein 17-jährige Deutscher, ein 17-jährige Mazedonier und ein 18-jähriger Deutscher sind in der Zwischenzeit wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da sich der Tatverdacht gegen sie nicht erhärten ließ. Allerdings führte die Aussage des 18-Jährigen am Donnerstag (14.07.2011) zur Festnahme eines 19-jährigen Türken und eines 21-jährigen Deutschen. Die beiden jungen Männer wurden mit Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am selben Tag einem Richter vorgeführt, der Haftbefehle erließ. Gegen einen 17-jährigen Deutschen, der bereits am Mittwoch festgenommen worden ist, bestand schon ein Haftbefehl, der ebenfalls am Donnerstag (14.07.2011) durch den zuständigen Richter in Vollzug gesetzt wurde. Fünf weitere junge Männer dieser insgesamt zwölfköpfigen Gruppe sitzen bereits seit Mai beziehungsweise Juni in Untersuchungshaft (siehe Pressemitteilungen vom 27.05.2011, 31.05.2011 und 08.06.2011). Seit Februar dieses Jahres hatten zunächst Unbekannte Gaststätten, Hotels, Spielhallen, Wettbüros, ein Juweliergeschäft sowie einen Sportverein in den Stadtbezirken Feuerbach und Zuffenhausen überfallen. Mal waren die Täter zu zweit, zu dritt oder zu viert. In fünf der Fälle ist der jeweilige Überfall von nur einem Jugendlichen verübt worden. Dabei waren die Tatverdächtigen stets maskiert und bedrohten ihre Opfer entweder mit einer Schusswaffe, einem Messer oder mit Teleskopschlagstöcken. Aufgrund der zahlreichen nach gleichem Muster verübten Überfälle richtete die Kriminalpolizei am 21. März 2011 die Ermittlungsgruppe ?Safe? mit sieben Beamtinnen und Beamten ein. Mit der Festnahme von drei Jugendlichen nach dem Raubüberfall auf einen Juwelier an der Hohewartstraße (siehe Pressemitteilung vom 26. und 27.05.2011) und einem sogenannten DNA-Treffer nach dem Raubüberfall auf ein Hotel an der Heilbronner Straße (siehe Pressemitteilung vom 31.05.2011) kamen die Ermittler auf die Spur der zwölfköpfigen Gruppe und konnten dieser 14 Überfälle zuordnen. Alle Täter sind - bis auf den 21-jährigen Türken - Jugendliche, die unter anderem wegen Gewalttaten polizeibekannt sind. Das Motiv für die Überfälle scheint ausschließlich in der Geldbeschaffung zu liegen. Die Ermittlungen dauern an.


