Polizei Mai-Steuerschätzung: Keine wesentlichen Auswirkungen Die am Donnerstag in Lübeck veröffentlichte Mai-Steuerschätzung 2010 geht
davon aus, dass das Gesamtsteueraufkommen
für 2010 bei 510,3 Milliarden Euro liegen und damit ein Niveau erreichen
wird, das sich knapp unter dem bei der November-Steuerschätzung
prognostizierten Aufkommen bewegt.
Wie Erster
Bürgermeister Michael Föll erklärte, gibt es aufgrund der Steuerschätzung
keinen Anlass, Korrekturen oder Änderungen bei den im Stadthaushalt
veranschlagten Ansätzen für die Gewerbesteuer (400 Millionen Euro), dem
Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (216 Millionen Euro) und den so
genannten Schlüsselzuweisungen im kommunalen Finanzausgleich (253,5
Millionen Euro) vorzunehmen.
Nach den Angaben von Erster Bürgermeister Michael Föll ist gegenüber der
Steuerschätzung im November bundesweit von einem leichten Rückgang bei der
Gewerbesteuer von 32,9 Milliarden auf 31,2 Milliarden Euro auszugehen:
„Aufgrund der Steuerentwicklung in den ersten vier Monaten und der
durchgeführten Abstimmungen mit einer ganzen Reihe von Firmen und Betrieben
gehen wir aber davon aus, dass das für 2010 veranschlagte Aufkommen in
Stuttgart erreicht werden kann“.
Das Gleiche gilt für den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, die
bundesweit für 2010 mit einem Aufkommen von 172,8 Milliarden Euro nur
geringfügig höher als noch im November 2009 (171,1 Milliarden Euro)
veranschlagt wird.
Die Schlüsselzuweisungen im kommunalen Finanzausgleich, die die Städte und
Gemeinden zur Finanzierung laufender Ausgaben erhalten, orientieren sich in
der Höhe u.a. am Aufkommen der so genannten Gemeinschaftssteuern
(Einkommen-, Umsatz- und Körperschaftssteuer), an denen die Kommunen in
Baden-Württemberg mit einem Anteil von 23 v.H. am Aufkommen des Landes
beteiligt werden. Die Gemeinschaftssteuern wurden im November 2009 für das
Jahr 2010 auf 358,4 Milliarden Euro geschätzt. Nach der Mai-Steuerschätzung
sind in 2010 359,7 Milliarden Euro, also nur unwesentlich mehr, zu
erwarten. Daraus folgt, so Erster Bürgermeister Michael Föll, dass der
Haushaltsansatz in 2010 erreicht werden kann.
Insgesamt, so der Finanzbürgermeister, sieht sich die Landeshauptstadt mit
der Steuerschätzung hinsichtlich der im Stadthaushalt 2010 veranschlagten
Haupteinnahmen bestätigt: „Daraus ergibt sich eine gewisse
Planungssicherheit, allerdings bedeutet dies aber auch, dass wir aus der
Steuerschätzung keinen finanziellen Spielraum erwarten können und deshalb
in der weiteren Umsetzung des Stadthaushalts die
Genehmigungsvoraussetzungen, insbesondere bei der Erreichung der
Konsolidierungsvorgaben, weiterhin strikt beachten müssen.“