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Eichenprozessionsspinner: Der Kampf geht weiter
Ein unscheinbarer Schmetterling hält seit Jahren das Garten-, Friedhofs- und Forstamt in Atem: Der Eichenprozessionsspinner bildet in einem frühen Entwicklungsstadium als Raupe Brennhaare aus, die bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen auslösen können.…

Eichenprozessionsspinner: Der Kampf geht weiter

06.04.2011 Umwelt
Ein unscheinbarer Schmetterling hält seit Jahren das Garten-, Friedhofs- und Forstamt in Atem: Der Eichenprozessionsspinner bildet in einem frühen Entwicklungsstadium als Raupe Brennhaare aus, die bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen auslösen können. So schädigt der Eichenprozessionsspinner nicht nur die Bäume, vorrangig Eichen, sondern auch Menschen. Ende April beginnt die Stadt damit, befallene Bäume einzusprühen.

Seit zwei Jahren hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt gute Erfolge mit dem Bespritzen der Bäume mit dem Bacillus thuringiensis und Neemöl erzielt, einer für Mensch und Tier ungefährlichen Bekämpfungsmethode mit rein biologischen Wirkstoffen. Diese sind ausschließlich für die Raupen schädlich. Diese Maßnahmen müssen jedoch über einen längeren Zeitraum jährlich wiederholt werden, damit sich keine neue Population der Insekten aufbauen kann. Aus Kosten- und Logistikgründen können nicht alle etwa 4000 städtischen Eichenbäume entlang der Straßen und in den Grünanlagen gespritzt werden.

Die Behandlung erfolgt auch dieses Jahr wieder an etwa 1500 Eichen in hoch frequentierten Bereichen, wie in Außenbereichen von Schulen und Kindergärten, auf Spielplätzen, in Grün- und Sportanlagen und in den Außenbereichen von Schwimmbädern. Zum Zeitpunkt des Blattaustriebes, gegen Ende April beziehungsweise Anfang Mai, werden die Kronen der Bäume vom Boden oder vom Hubsteiger aus komplett eingesprüht, damit die Raupen das Präparat beim Fressen aufnehmen.

Die vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt beauftragten Fachfirmen verfügen über die nötige Ausstattung und jahrelange Erfahrung, um einen wirksamen Spritzeinsatz vorzunehmen. Die Erfolgsquote liegt erfahrungsgemäß bei 75 bis 95 Prozent. Auch wenn nicht flächendeckend alle Eichen behandelt werden können, erhofft man sich durch diese Behandlung langfristig einen deutlichen Rückgang des Eichenprozessionsspinners. Dennoch auftretende Nester werden weiterhin durch Absaugen mit einem Spezialgerät beseitigt.





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