Bis zu ihrem Ruhestand im August 2003 leitete sie als Ärztliche Direktorin das Sozialpädiatrische Zentrum des Olgahospitals. Sie hat die Entwicklung dieses Fachgebietes, das sich unter anderem mit Gesundheits- und Entwicklungsstörungen von Kindern und Jugendlichen befasst, bis hin zur eigenständigen Klinik am Olgahospital entscheidend beeinflusst. Aufgrund ihrer herausragenden Fachkompetenz verbunden mit einem sehr großen Einfühlungsvermögen hat sie sich auch über Stuttgart hinaus große Anerkennung erworben.
Heute verfügt das Olgahospital über eine der größten und renommiertesten Sozialpädiatrien in Deutschland.
Nach ihrem Medizinstudium an den Universitäten in Tübingen und Hamburg legte Schweizer 1964 ihr medizinisches Staatsexamen ab. Ihre Medizinalassistentenzeiten verbrachte sie an der Universitätskinderklinik Tübingen, am Kreiskrankenhaus Tuttlingen und an den städtischen Krankenhäusern München-Harlaching und -Schwabing. 1964 erhielt sie die staatliche Berufszulassung zur Ärztin und promovierte 1966 an der Universität Bonn.
Nach einer Praxisvertretung war Schweizer von 1967 bis 1973 bei der Städtischen Kinderklinik Türlenstraße als Assistenzärztin beschäftigt, erwarb 1971 die Anerkennung als Kinderärztin und wurde im gleichen Jahr Oberärztin. 1974 wählte sie der Stuttgarter Gemeinderat zur Leitenden Oberärztin der neu gebildeten Abteilung für Elektro-Encephalographie (EEG) und für ambulante Behandlung anfallskranker Kinder der Städtischen Kinderkliniken. Diese Funktion übte sie bis 1979 aus.
1983 realisierte der Gemeinderat seine Pläne, am Pädiatrischen Zentrum Olgahospital eine Abteilung für Entwicklungsstörungen einzurichten. Schweizer wurde Ärztliche Abteilungsleiterin. Damit wurde das vorher im Viktor-Köchl-Haus angesiedelte Behandlungszentrum für Kinder mit celebralen Bewegungsstörungen und die EEG-Abteilung der alten Kinderklinik Türlenstraße mit Behandlungsstelle für anfallskranke Kinder und Jugendliche am Olgahospital zusammengefasst.
Als der Gemeinderat 1996 beschloss, aus dem sozialpädiatrischen Zentrum eine eigenständige Klinik zu bilden, wurde Christel Schweizer zur Ärztlichen Direktorin ernannt. Diese Funktion füllte sie bis zu ihrem Ruhestand aus.
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