Stadtverwaltung Angebot für pflegebedürftige Menschen sichergestellt Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, hat im Sozial- und Gesundheitsausschuss am Montag, 27. September, den Kreispflegeplan der Stadt Stuttgart vorgestellt.
Der Kreispflegeplan wird gemäß den Bestimmungen des Landespflegegesetzes regelmäßig fortgeschrieben. Nach den Berechnungen des Landes benötigt die Stadt Stuttgart im Jahr 2015 voraussichtlich 5650 stationäre Dauerpflegeplätze. Derzeit gibt es 5445 Plätze in Einrichtungen der stationären Altenpflege. Mit den in Bau und Planung befindlichen Plätzen ergeben sich
5905 Plätze im Jahr 2015.
„Wir können also sicher sein, dass auch in fünf Jahren für pflegebedürftige Menschen in Stuttgart ein bedarfsgerechtes stationäres Versorgungsangebot zur Verfügung stehen wird“, sagte die Bürgermeisterin.
Der akute Platzbedarf lässt sich auch künftig kurzfristig decken. Hinzu kommt, dass in den letzten zehn Jahren 33 der 56 Stuttgarter Pflegeheime neu gebaut oder durch umfangreiche Sanierungen modernisiert wurden. Sie bieten somit langfristig im Hinblick auf Bau und Ausstattung eine hohe Qualität.
Mit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes zum 1. Juli 2008 wurden grundlegende Strukturen in der Pflege verändert. Vollstationäre Pflegeeinrichtungen haben nach Paragraf 87 b Sozialgesetzgebung (SGB XI) Anspruch auf die Vereinbarung leistungsgerechter Zuschläge für die zusätzliche Betreuung und Aktivierung von Heimbewohnern mit demenzieller Erkrankung. Die Pflegeheime können hierfür zusätzliches, sozialversicherungspflichtig beschäftigtes Personal einstellen, das von den Trägern der sozialen oder privaten Pflegeversicherung finanziert wird. Damit kann die Betreuung Dementer verbessert werden.
In Stuttgart bieten laut einer Umfrage des Sozialamts vom Juni dieses Jahres
47 Einrichtungen Gruppen- und Einzelbetreuung für Demenzkranke an. Vier weitere Einrichtungen planen gegenwärtig entsprechende Angebote.
„Rund 46 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner haben nachweislich diesen zusätzlichen Betreuungsbedarf. So werden derzeit 2306 Personen von zusätzlichem, qualifiziertem Betreuungspersonal begleitet. Wir können also in diesem Bereich eine gute Entwicklung aufzeigen“, so die Sozialbürgermeisterin.